Abenteuer Steinwild - Naturfotografie Rosengarten

12. November 2015

Auch wenn es seit dem 1. Mai schwieriger geworden ist Zeit für die Naturfotografie zu finden, so ist es mir dank einer extrem verständnisvollen und toleranten Ehefrau dennoch möglich hin und wieder ein Abenteuer zu erleben. Genau von einem solchen möchte ich euch nun berichten.

Es trug sich in einer atemberaubend schönen Gegend in Italien zu. Alleine das Tal wäre die Reise schon wert gewesen. Doch beginnen wir chronologisch, wie der Blogeintrag über die Murmeltiere ja schon zeigte, ging unser Urlaub dieses Jahr in die Alpen und so war mein Wunsch natürlich groß, Steinböcke vor die Kamera zu bekommen. Mit einwenig Internetrecherche konnte ich einen geeigneten Ort ausfindig machen. Dieser war nur knapp 1 Autostunde vom Urlaubsort entfernt und sollte sehr hohe Chancen auf Steinwild haben. Es handelte sich um einen Südhang in Italien, bei dem man möglichst zeigt mit seiner Wanderung starten sollte, da es bereits Mittags dort extrem warm werden kann.

Ok dachte ich mir, also dann bin ich wohl besser bereits vor Sonnenaufgang oben im Bereich der Steinböcke. Dies bedeutete, um 02:30 Uhr ging der Wecker und Abfahrt um 3:00 Uhr. Meinen Bruder und meinen besten Freund konnte ich als Mitstreiter begeistern. Gegen 04:00 Uhr erreichten wir den Parkplatz, ab dem die Wanderung und der Aufstieg im Stockfinsteren beginnen sollte.

Als erstes mussten wir feststellen, dass es verdammt kalt war und das bereits dort unten am Parkplatz. Bewaffnet mit Stirnlampen ging es los. Zu erst noch recht gemütlich über breite Schotterwege und Almwiesen, dann begann der härtere Teil und besonders mir wurde schnell ziemlich warm. Naja, das ist dann halt der Nachteil, wenn man meint, man benötigt unbedingt eine schwere Festbrennweite! Ach und da ja die Ankunft vor dem Sonnenaufgang geplant war, musste natürlich auch das schwere Dreibein mit, vielleicht würde man ja auch noch ein Landschaftsfoto schießen!

Nach etwa 1 1/2 Stunden Aufstieg konnte ich die ersten glühenden Augen eines Steinbocks in der Finsternis ausmachen. Ich war happy, denn wo einer ist, sind bestimmt auch noch mehr. Wir beschlossen weiter Richtung Gipfel zu wandern. Vom Zeitplan her waren wir sehr gut unterwegs und da es immer kälter wurde, je höher wir kamen und mittlerweile auch immer mehr Schnee im Hang lag, mussten wir uns eh bewegen. Nach einer guten weiteren Stunde bergauf brachen wir ab, es wurde uns dann doch etwas zu gefährlich. Mittlerweile lagen schon etliche Zentimeter Schnee, der vom Vortag angeschmolzen war und über Nacht zum Teil zu Eis gefroren war. Zu dem erwartet ich hier oben auch kein Steinwild mehr. Meinen Mitstreitern wurden außerdem trotz anstrengendem Aufstieg mittlerweile einwenig kalt. Nun, es war ja auch als Sommerurlaub geplant, wer rechnet da schon mit ca. -5 °C und Schnee? Nur der Doofe, der mitten in der Nacht geplant hatte Steinböcke im Berg zu besuchen. Tja und so war wenigsten ich gut ausgerüstet! Nachdem ich nun das ganze Equipment fast 1000 hm nach oben befördert hatte, konnte mich auch die Kälte nicht aufhalten, wenigstens mal kurz ein Landschaftsfoto zu schießen.

Wir begannen nun also langsam und vorsichtig mit dem Abstieg Richtung Steinwild. So zumindest der Plan. Naja und wie Hannibal vom A-Team schon immer sagte: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!" Nach ca. 15 min Abstieg konnten wir schon  das erste Steinwild beobachten, wie es langsam den Hang hinauf zog. Ich war ziemlich glücklich, denn die beiden anderen hätten mir ohne die Sichtung von Steinwild wohl die Ohren lang gezogen. Doch am Ende waren sie, wie auch ich von diesem Abenteuer begeistert.


So und nun folgen die Fotos!


Gruß

Stefan




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